Welche Arten von Kohlenhydraten gibt es?

Kohlenhydrate werden auch als Zucker oder Saccharide bezeichnet. Diese drei Begriffe werden also synonym verwendet.

Es gibt Einfachzucker (Monosaccharide), Zweifachzucker (Disaccharide) und Mehrfachzucker (Oligosaccharide und Polysaccharide).

Monosaccharide bestehen aus nur einem Zuckermolekül.
Disaccharide bestehen aus zwei Zuckermolekülen.,
Oligosaccharide bestehen aus 3 - 10 Zuckermolekülen
Polysaccharide bestehen aus mehr als 10 Zuckermolekülen.
Nachfolgend einige Beispiele für die verschiedenen Zuckerarten:

  • Glucose (Traubenzucker), Galactose (Schleimzucker) und Fructose (Fruchtzucker) sind Monosaccharide (Einfachzucker ) und für den Menschen wichtige Energielieferanten
  • Saccharose (normaler Haushaltszucker) und Lactose (Milchzucker) sind die bekanntesten in Nahrungsmitteln natürlicherweise vorkommenden Disaccharide (Zweifachzucker)
  • Raffinose, Stachyose und Verbascose sind für den menschlichen Organismus unverdauliche Oligosaccharide (Mehrfachzucker). Sie kommen natürlicherweise in vielen pflanzlichen Nahrungssmitteln vor, die bekannterweise häufig zu Blähungen und anderen Befindlichkeitsstörungen nach deren Verzehr führen. Daher rührt auch der bekannte Ausspruch "jedem Böhnchen ein Tönchen"
  • Cellulose (syn. Zellulose) und Hemi-Cellulose (syn. Hemi-Zellulose) sind Polysaccharide (Mehrfachzucker), die wie die Oligosaccharide natürliche Bestandteile von pflanzlichen Nahrungsmitteln sind. Sie bilden als Gerüstsubstanzen die wesentlichen Bestandteile der pflanzlichen Zellwände. So bestehen z.B Hülsenfrüchte zu ca. 10 % aus Cellulose

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Was geschieht mit Kohlenhydraten nach dem Verzehr im menschlichen Darm?

Während Einfachzucker aus dem Dünndarm leicht aufgenommen und vom Körper als Energielieferanten verwertet werden können, müssen die Zweifachzucker und Mehrfachzucker (Oligosaccharide und Polysaccharide) zunächst von Enzymen in Ihre verdaulichen Bestandteile aufgespalten werden.

Dies geschieht in der Regel durch Verdauungsenzyme, die im Dünndarm bereit stehen. Für das Spalten der in vielen Lebensmitteln enthaltenen Oligosaccharide Raffinose, Stachyose und Verbascose und der Polysaccharide Cellulose und Hemi-Cellulose verfügt der menschliche Dünndarm jedoch über keine Enzyme. Diese Mehrfachzucker stellen daher sogenannte unverdauliche Kohlenhydrate dar. Sie gelangen in ungespaltener Form in die unteren Darmabschnitte (Dickdarm) und werden dort durch Darmbakterien unter Gasbildung vergoren. Außerdem können diese Zucker einen vermehrten Wassereinstrom in den Dickdarm verursachen.

Dies kann zu den bekannten und weit verbreiteten Befindlichkeitsstörungen, wie z.B. Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, Flatulenz und/oder Durchfall führen. Es handelt sich dabei um eine sehr häufig auftretende Lebensmittel-Unverträglichkeit bzw. Lebensmittel-Intoleranz und nicht etwa um eine Lebensmittelallergie. Nicht selten wird bei Betroffenen, die sich über die harmlose Ursache Ihrer Befindlichkeitsstörungen nicht immer im Klaren sind, die Fehldiagnose Reizdarm-Syndrom (irritables Colon bzw. Colon irritabile) gestellt.

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Welche Lebensmittel enthalten unverdauliche Kohlenhydrate?

Viele Getreide- und Gemüsesorten sowie Hülsenfrüchte enthalten unverdauliche Oligo- und Polysaccharide. Besonders reich an unverdaulichen Kohlenhydraten sind alle Bohnenarten, Sojaprodukte, Linsen, Erbsen, Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, Lauch, Zwiebeln, Radischen, Paprika, Vollkornprodukte, Haferkleie, Weizenkleie und viele andere sehr gesunde Nahrungsmittel (siehe Nahrungsmitteltabelle).

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Wie kann man eine Intoleranz gegen unverdauliche Kohlenhydrate feststellen?

Die meisten Menschen wissen aus Erfahrung und der reinen Selbstbeobachtung, dass der Genuss von bestimmten pflanzlichen Nahrungsmitteln zu den o.g. Befindlichkeitsstörungen bei Ihnen führt. Diese sind aus medizinischer Sicht zwar harmlos, können für die Betroffenen jedoch sehr belastend sein. Ein spezieller Test zur Feststellung einer Intoleranz gegen die unverdaulichen Oligo- und Polysaccharide wird von den Ärzten nicht durchgeführt.

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Was kann man tun?

Bisher haben viele Menschen weitgehend auf den Genuss von Hülsenfrüchten, vieler Gemüsesorten und Vollkornprodukten verzichtet oder den Verzehr dieser Nahrungsmittel stark eingeschränkt. Dies ist unbefriedigend und wegen der in diesen Nahrungsmitteln enthaltenen wertvollen Nähr- und Vitalstoffen auch ernährungsphysiologisch ungünstig. So sind z. B. Hülsenfrüchte sehr wichtige Eiweisslieferanten und enthalten auch größere Mengen an Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und Folsäure.

Die in Oligase® 600 enthaltenen Enzyme Alpha-Galactosidase (syn. Melibiase) und Saccharase (syn. Invertase) spalten die unverdaulichen Oligosaccharide Raffinose, Stachyose und Verbascose in ihre leicht verdaulichen Bestandteile Galactose (Schleimzucker), Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) auf. Da es bei der Oligosaccharid spaltenden Wirkung von Oligase® 600 ganz wesentlich auf die Wirkung der Alpha-Galactosidase ankommt, enthält jede Kapsel Oligase® 600 mit 600 GalU (Galactosidase-Units) eine hohe Aktivität dieses wertvollen Enzyms. Oligase® 600 ist damit das höchstdosierte Alpha-Galactosidase-Präparat Deutschlands. Das in Oligase® 600 ebenfalls in hoher Konzentration enthaltene Enzym Saccharase unterstützt die Alpha-Galactosidase effektiv bei Ihrer Wirkung und beschleunigt so den Abbau der unverdaulichen Mehrfachzucker in ihre verwertbaren Einfachzucker.

Da pflanzliche Nahrungsmittel in ihren Zellwänden auch große Mengen unverdauliche Cellulose und Hemi-Cellulose enthalten, reicht es nicht aus, nur die Oligosaccharide aufzuspalten. Die meisten Menschen haben schon erlebt, dass der Verzehr an sich gesunder und empfehlenswerter balaststoffreicher Lebensmittel (z.B. Weizenkleie und Haferkleie) bei ihnen zur Entwicklung von Darmgasen und/oder anderen Verdauungsbeschwerden führt. Daher enthält Oligase® 600 neben den Oligosaccharid-spaltenden Enzymen Alpha-Galactosidase und Saccharase auch noch die Cellulose und Hemi-Cellulose spaltenden Enzyme Cellulase und Hemi-Cellulase. Diese beiden Enzyme zerlegen die unverdaulichen Polysaccharide in ihre verdaulichen Bestandteile. Auf diese Weise werden sowohl unverdauliche Oligosaccharide als auch unverdauliche Polysaccharide durch die enzymatische Wirkung der in Oligase® 600 enthaltenen Enzymkombination in Ihre verdaulichen Bestandteile aufgespalten.

Oligase® 600 ermöglicht so in der Regel den unbeschwerten Genuss von Speisen und Getränken, die unverdauliche Kohlenhydrate enthalten. Dadurch kann auch die Versorgung des Körpers mit den in diesen schmackhaften und gesunden Nahrungsmitteln enthaltenen essentiellen Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen gesichert werden.

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Woher stammen die in Oligase® 600 enthaltenen Enzyme und was geschieht mit ihnen nach dem Verzehr?

Die in Oligase® 600 enthaltenen Enzyme sind nicht tierischer Herkunft. Sie werden mikrobiell hergestellt. So wird die Alpha-Galactosidase mit Hilfe des Pilzes Aspergillus niger hergestellt. Dieser Pilz wird bereits seit Jahrzehnten für die Herstellung von Lebensmittelenzymen eingesetzt. Nach dem Verzehr löst sich die aus pflanzlichen Stoffen bestehende Kapsel innerhalb einiger Minuten im Magen auf und setzt die in ihr enthaltene Enzymkombination frei, welche dann für die Spaltung von im Speisebrei etwa vorhandenen unverdaulichen Kohlenhydraten zur Verfügung steht.

Eine magensaftresistente Verkapselung der von uns eingesetzten Enzyme ist nicht notwendig, weil Oligase® 600 sogenannte "saure" Enzyme enthält. Diese haben die besondere Fähigkeit, gut im sauren Milieu des nach einer Nahrungsaufnahme befüllten Magens zu wirken. Die Enzyme sind Proteine (Eiweiß). Nachdem sie mit dem Speisebrei aus dem Magen in den Dünndarm gelangen, werden sie dort wie jedes andere mit der Nahrung zugeführte Protein (z.B. aus Fleisch oder einem Ei stammend) verdaut und in ihre Aminosäuren aufgespalten. Die Enzyme werden also weder aus dem Dünndarm resorbiert, noch wirken sie auf den menschlichen Organismus. Die Wirkung der enthaltenen Enzymkombination beschränkt sich ausschließlich auf die Spaltung von im Speisebrei vorhandenen Oligo- und Polysacchariden.

Der Verzehr von (selbst größeren Mengen) Oligase® 600 ist daher harmlos und unerwünschte Wirkungen sind auch bei regelmäßigem und langfristigem Verzehr nicht zu befürchten.

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Wie wird Oligase® 600 angewendet?

Wir empfehlen den Verzehr von 1-4 Kapseln mit Speisen und/oder Getränken, die unverdauliche Kohlenhydrate enthalten (siehe Nahrungsmitteltabelle). Die Kapseln können auch geöffnet und der Kapselinhalt z.B. in die bereits gekochte Mahlzeit eingerührt werden, jedoch nicht in heiße Speisen (über 50°C), da die Enzyme hitzeempfindlich sind.

Oligase® 600 ist für Vegetarier geeinet, da es keine tierischen Bestandteile enthält. Die für die Herstellung von Oligase® 600 verwendeten Rohstoffe sind allesamt nicht tierischer Herkunft. Selbst die Kapselhülle besteht aus rein pflanzlichen Stoffen.

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